Was ist Informatik?

Jung und verspielt

Die Informatik ist vieles, doch zu aller erst einmal ist sie ein Senkrechtstarter: Vor gerade erst 60 Jahren hat sich die Informatik zu einem eigenständigen Wissenschaftsfeld herausgebildet und ist seither zu einer der bedeutendsten und zukunftsträchtigsten Forschungsdisziplinen aufgestiegen. Damit ist die Informatik eine ziemlich junge Wissenschaft: Unter ihren Kollegen wie der Mathematik und der Physik, die schon mal stolze 5000 Jahre auf dem Buckel haben können, wirkt sie fast wie ein frecher Jungspurn – hat trotz des jungen Alters aber mindestens genauso so viel an interessanten Theorien zu bieten. 


Das heißt jedoch nicht, dass die anderen Wissenschaften verächtlich auf den neuen Emporkömmling schauen – im Gegenteil. Die Informatik spielt heute in vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen eine tragende Rolle. Auch als Physiker, Mathematiker, Wirtschaftler oder Ingenieur kommt man heute nicht ohnehin, sich mit Informatik zu beschäftigen. Und das macht das Fach zu einem interdisziplinären Wissenschaftsfeld. Probleme aus den verschiedensten Teilbereichen, ökonomischer oder technischer Art, werden unter Zuhilfenahme der Informatik mit Programmen und Codes gelöst. Als Informatiker bleibt man somit nie in seiner eigenes wissenschaftlichen Blase stecken, sondern steht immer im Dialog mit anderen Disziplinen. 


Auf dieser Webseite vermitteln wir dir in erster Linie Programmierkenntnisse – doch das Programmieren selbst ist nur einer von vielen Teilbereichen der Informatik. Grob unterteilt man die Informatik in die Bereiche Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik. Der Computer wird dabei in jeder der Disziplinen eine tragende Rolle spielen, doch es ist ein Irrglaube, dass Informatiker ihre lieben langen Tage Pizza essend vor dem PC verbringen. Die Informatik hat nämlich auch eine sehr abstrakte und mathematische Seite. Bevor sie sich nämlich an den PC stürzen, erarbeiten Informatiker abstrakte Konzepte und Modelle und dies oft mithilfe der Mathematik. Erst im Anschluss werden die Modelle praktisch umgesetzt. 


Und auch wenn du das Programmieren nur hobbymäßig erlernen möchtest, solltest du dir diese Arbeitsweise dennoch zumindest in Teilen angewöhnen. Stehst du nämlich vor einer Programmieraufgabe, bist du zunächst gut beraten, strukturiert und logisch an das Problem heranzugehen. Doch mindestens genauso wichtig ist es, seinen Spieltrieb regelmäßig zu fördern: Ein Problem löst sich nämlich in den seltensten Fällen nach einem gängigen Muster, sondern oft nur durch Ausprobieren, Experimentieren und Knobeln. Bewahre dir also dein inneres Kind! Beim Programmieren ist es gut aufgehoben.

Was ist C++ ?

Nach dem Entschluss, Programmieren zu lernen, steht man zunächst vor einer nicht ganz so einfachen Entscheidung: Mit welcher der vielen Programmiersprachen möchte ich denn nun arbeiten?

Wir haben es dir natürlich etwas einfacher gemacht, indem wir dir C++ gewissermaßen aufgezwungen haben. Tatsächlich solltest du dich mit dieser Frage aber nicht allzu lange aufhalten und dich stattdessen einfach aus dem Bauch heraus ins Programmiergetümmel stürzen. Denn mit Programmiersprachen ist es wie mit den menschlichen Sprachen: Zwar unterscheiden sich die Vokabeln in der Aussprache voneinander, aber grundsätzlich drücken wir doch immer dasselbe aus. Ob nun etwas in C++, Java oder Python geschrieben ist, ist erst einmal egal – die eigentliche Bedeutung hinter dem Gesagten (dem Programmierten) bleibt immer dieselbe. Und so ist es für einen Programmierer nicht unbedingt wichtig, ein Meister seiner Sprache zu sein, sondern viel eher im algorithmischen Denken versiert zu sein. Denn ein Problem mittels eines Programms zu lösen, erfordert eine bestimmte, den Informatikern ganz eigene Denkweise, die du nur durch stetiges Üben erlernen kannst.

Dennoch: Unsere Wahl auf C++ fiel nicht, indem wir einfach einen Dartpfeil auf eine Liste aller Programmiersprachen geworfen haben. Unter ihrer Oberfläche weisen die Programmiersprachen dann doch feine Unterschiede auf, sodass die eine für bestimmte Probleme eher in Frage kommt, als die andere. Der große Vorteil, den wir in C++ sehen, ist das Konzept der Objektorientierung. Für Programmieranfänger zunächst ein recht wirrer Begriff – und eigentlich wird dieser für dich auch erst als Fortgeschrittener von Bedeutung sein. Behalte es jedoch trotzdem schon mal im Hinterkopf: Objektorientierung meint, dass man ein Programm nicht als eine Abfolge von Befehlen schreibt, sondern in verschiedene Klassen von Objekten unterteilt, die sich durch bestimmte Eigenschaften und Funktionen auszeichnen.

C++ wurde ursprünglich vom dänischen Informatik-Professor Bjarne Stroustrup als Weiterentwicklung der Programmiersprache C entwickelt. Zu den Eigenheiten von C++ gehört das Verwenden von geschweiften Klammern („{ }“). Jeder zusammenhängende Programmierabschnitt wird auf diese Weise eingegrenzt, was deinem Programm viel Struktur und Übersicht verleiht. Den Rahmen eines jeden Programmcodes bilden die folgenden Zeilen:

    #include <iostream>
    using namespace std;

    int main(){
        ...
        return 0;
    }


Diese Begrifflichkeiten mögen dir zunächst vielleicht etwas kryptisch anmuten, doch lass dich davon nicht aus der Bahn bringen. Mit der Zeit wird dir die Bedeutung dieser Befehle noch klar werden, doch zunächst heißt es einfach nur: Hinnehmen und ran ans programmieren. 

Und aus eigener Erfahrung wissen wir: Etwas zu programmieren kann einen manchmal auch zur Weißglut bringen! Da meint man, alles richtig getippt zu haben und dennoch will das Programm partout nicht funktionieren! Auch da wissen wir dich zu beruhigen: Das braucht Geduld. Und die erlangst du nur mit viel Übung. Da bringt es auch nichts, den Computer anzuschreien. Denn den trifft die wenigste Schuld: Der macht nämlich genau das, was du von ihm verlangst. Alles. Jeden Schritt. Das Problem liegt also immer bei dir und deinem Programm. Habe also Nachsicht und Geduld mit deiner Rechenmaschine. Denn wer weiß? Einem Computer könnte es vielleicht genauso schwer fallen, die menschlichen Eigenheiten nachzuvollziehen. Auto-Plüschwürfel zum Beispiel! Ein Computer könnte diese menschliche Marotte nie verstehen...

Fragen, Anregungen?

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